Minderwertige Desinfektionsmittel als unterschätzte Gefahr

Andreas Lindorfer

Gründliche Handehygiene hat sich fest in den Alltag der Menschen integriert und ist auch eine der Experten-Empfehlungen um sich selbst vor Infektionen zu schützen. Aktuell finden sich allerdings viele minderwertige Desinfektionsmittel am Markt. Eine Gefahr die oft unterschätzt wird. 

Hauptziel der Infektionsprävention liegt darin, Infektionsketten zu unterbrechen. Mittlerweile liegen auch Studien vor, die eindeutig zeigen, dass Krankenstandstage in Firmen um bis zu 20% gesenkt werden können, wenn Händedesinfektionsmittelspender zur Verfügung gestellt wurden bzw. jederzeit zugänglich waren. Betrachtet man die Kosten für Krankenstände für den Arbeitgeber bzw. den aktuellen Fachkräftemangel in der Gastronomie, zahlt sich ein gutes Händehygienekonzept für Mitarbeiter allemal aus. Vorausgesetzt natürlich, die verwendeten Händedesinfektionsmittel haben eine hohe Wirksamkeit.

Viele minderwertige Produkte im Umlauf

Seit dem Beginn der Corona-Krise ist es umso wichtiger auf die Zusammensetzung von Desinfektionsmitteln zu achten, denn am Markt befinden sich seither viele illegale bzw. unwirksame Produkte. Diese sind zwar mit „Desinfektion“ gekennzeichnet, sind jedoch aufgrund ihrer Zusammensetzung nicht geeignet eine Verbreitung von Viren zu stoppen, täuschen also bewusst den Konsumenten und stellen somit aus Sicht der Krankheitsübertragung eine Gefahr dar.

Erst kürzlich hat das europäische Amt für Betrugsbekämpfung (OLAF) mitgeteilt, dass bereits rund 52 Millionen minderwertige Desinfektionsgels, Schutzmasken und Testkits aufgespürt werden konnte. „Über Nacht sind in vielen EU-Ländern und außerhalb lange Ketten von Zwischenhändlern entstanden, um die Identität der Betrüger zu verschleiern“ so der stellvertretende OLAF-Chef Ernesto Bianchi in einer Aussendung. Unlängst konnten beispielsweise 140.000 Liter Desinfektionsgel aus der Türkei beschlagnahmt werden. Die teils giftigen Handgels enthielten gefährliche Mengen an Methanol und könnten bei unsachgemäßer Verwendung schwere Schäden verursachen und sogar bis zur Erblindung führen.

Auch Dermatologen schlagen Alarm

Dr. Mahitab Khalifa-Paruch, © Angelo Kreuzberger

„Ich sehe in den letzten Wochen und Monaten immer wieder Patienten mit schmerzhaftem Handekzem, einem sogenannten Waschekzem, das durch sehr häufiges Händewaschen bzw. durch qualitativ minderwertige Desinfektionsmittel verursacht wird“ erklärt Dr. Matihab Khalifa-Paruch, Fachärztin für Dermatologie in Wien, und ergänzt, „achten sie bei der Wahl des Desinfektionsmittels unbedingt auf ein parfümfreies, alkoholisches Produkt mit zusätzlichen Pflegestoffen wie Dexpanthenol oder Vitamin E. Die Hände werden bei jeder Anwendung damit gleichzeitig gepflegt“. Die Frage ob es besser ist die Hände zu waschen oder zu desinfizieren beantwortet die Expertin eindeutig: „Hände waschen macht sauber, desinfizieren macht sicher“. Händedesinfektion und Händewaschen unmittelbar hintereinander durchzuführen, wird von Dr. Khalifa-Paruch nicht empfohlen, da diese Kombination die Haut nochmal extra belastet. „Denn dann können sich Bakterien in der geschädigten Haut vermehren und verursachen so weitere Entzündungen“ so die Dermatologin.

Doch woran erkennt man hochwertige Desinfektionsmittel?

In der Regel genügt ein Blick auf das Etikett des Produkts oder in das Sicherheitsdatenblatt des Herstellers. Hochwertige Händedesinfektionsmittel erfüllen die EU-Norm für hygienische Händedesinfektion EN 1500, sind als Biozid PA1 oder PT1 ausgewiesen und bestehen aus hochwertigen Ethanol oder 2-Propanol. Namhafte Hersteller lassen ihre Produkte auch bei der VAH oder ÖGHMP listen“ so Dr. Christoph Klaus, Infektionspräventionsexperte der Firma Schülke & Mayr GmbH.

 

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