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Mario Pulker: Ein No-Go für die Gastronomie!

Mario Pulker, WKÖ-Obmann des Fachverbandes Gastronomie ©WKO / Culinarius

Der Fachverbandsobmann der Gastronomie, Mario Pulker spricht sich klar gegen eine verpflichtende Herkunftskennzeichnung in der heimische Gastronomie aus und vergleicht diese sogar mit einem schlechten Aprilscherz.

Als ob es nicht schon anstrengend genug wäre. Die Gastronomie befindet sich in weiten Teilen Österreichs nach wie vor im Ruhezustand aber die nächsten Verordnungen sind schon im Anmarsch. „Unsere Betriebe sind insgesamt seit über einem halben Jahr geschlossen, viele Wirtinnen und Wirte sind angesichts der nicht vorhandenen Öffnungsperspektive verzweifelt und im Gesundheitsministerium arbeitet man an einem europaweit einzigartigen Schritt an weiteren bürokratischen Belastungen für eine am Boden liegende Branche? Wäre die Lage der heimischen Gastronomie nicht so ernst, könnte man fast versucht sein, an einen schlechten Aprilscherz zu denken“, zeigt sich Mario Pulker, Obmann des Fachverbandes Gastronomie in der Wirtschaftskammer Österreich, über die Verordnungsentwürfe für eine verpflichtende Herkunftskennzeichnung in der Gastronomie verärgert.

Freiwillig statt verpflichtend

Es gibt in Österreich bereits gut funktionierende freiwillige Modelle zur Herkunftskennzeichnung. Als Beispiel nennt Pulker das Netzwerk Kulinarik, das einerseits die Kooperation zwischen Erzeugern, Direktvermarktern und Gastonomen stärken soll, andererseits für teilnehmende Betriebe ein kontrolliertes System der Herkunfts- und Qualitätssicherung vorsieht. Wie auch im Regierungsprogramm vorgesehen, sollte bei solchen freiwilligen Initiativen zur Herkunftskennzeichnung angesetzt werden, anstatt in der Praxis nicht umzusetzende Bürokratiemonster zu schaffen, fordert Pulker.

Todesstoß für die Gastronomie

„Das Regierungsprogramm unterscheidet unserer Ansicht nach zwischen Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung, nur hinsichtlich der letzteren wird eine verpflichtende Herkunftskennzeichnung angestrebt. Für mich ist es vollkommen unverständlich, warum von dieser Vereinbarung mitten in der größten Krise der heimischen Gastronomie abgegangen wird. Gerade jetzt, angesichts der steigenden Infektionszahlen, sollte die Pandemiebekämpfung im Fokus stehen, damit die Gastronomie endlich eine Öffnungsperspektive hat, anstatt unserer Branche mit einem weiteren Bürokratiemonster womöglich den Todesstoß zu versetzen“, so Pulker abschließend.

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