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Kolumne: Alles neu macht der Mai! (Peter Dobcak)

Peter Dobcak, Fachgruppenobmann der Gastronomie, Wirtschaftskammer Wien ©Culinarius

Wer kennt ihn nicht, den Spruch, der Blüte, Neuanfang und meist ein gewisses Hochgefühl beschreibt? Noch nie brauchte die Gastronomie die Erfüllung dieses alten Sprichworts dringender als im Mai 2021.

6 Monate Stillstand, 6 Monate Bangen, 6 Monate Verzweiflung haben tiefe Spuren in der Psyche der sonst vom Wesen her optimistischen Gastronominnen und Gastronomen hinterlassen. Eine Zäsur die sich Mensch und Branche nicht verdient haben und auch die Besten unserer Gilde an ihre Grenzen geführt hat. Es wird sehr lange dauern bis die wirtschaftlichen Wunden dieser Krise verheilt sein werden. Für jene Kolleginnen und Kollegen, die während dieser Zeit ihren Betrieb verloren haben, kommt die Belastung der erzwungenen völligen Neuausrichtung noch dazu. Falls es überhaupt eine berufliche Neuausrichtung gibt, denn viele die gezwungen wurden aufzugeben sind auch nicht mehr die Jüngsten. Nachdem das soziale Netz für Unternehmer und Unternehmerinnen leider noch immer um einiges dünner ist, als für unselbständig Werktätige, braucht es menschlich und finanziell wertschätzende Lösungen, die eine neue Generation Armut möglichst verhindern.

Jene, die es gut durch die Krise schaffen, waren meist schon vorher sehr gut aufgestellt, wie es so schön heißt. Sie werden weiter optimieren um für zukünftige Herausforderungen noch besser gewappnet zu sein. Das Erschließen neuer Geschäftsfelder gehört da meist dazu.

Völlig neu erfinden müssen sich jene, die es gerade mal so geschafft haben durch die Krise zu kommen. Ein erster Schritt in die richtige Richtung wäre eine ehrliche Analyse zu machen um die eigenen betrieblichen Schwächen schonungslos aufzudecken. Einen guten Teil davon hat die Krise wahrscheinlich bereits erledigt. Die äusseren Umstände einmal ausser Acht lassen und gut überlegen, welche unternehmerischen Maßnahmen zu setzen sind um den Betrieb für die Zukunft abzusichern.

Doch die wichtigste Aufgabe kommt, wie so oft, dem Gesetzgeber zu. Die Pandemie hat den Beamtenstaat schonungslos vorgeführt. Damit meine ich ganz und gar nicht den einzelnen Mitarbeiter sondern die Summe des bürokratischen Wahnsinns, der in seiner unübersichtlichen Komplexität die durchaus sinnvollen Hilfsmaßnahmen existenzgefährdend verlangsamt oder verunmöglicht haben. In einer Zeit, wo um jedes Bit an digitaler Übertragungsgeschwindigkeit gerungen wird, müssen auch die gesetzlichen Regeln und Auflagen an die realen Bedürfnisse der Menschen angepasst werden und nicht umgekehrt. Ja, es braucht Regeln, doch wie wir vom Kanzler erfahren durften: „So wenige wie möglich und nur so viele wie notwendig!“

Die Aufgabe der Interessenvertretung wird sein, den Finger genau in diese Wunde zu legen und den Gesetzgeber daran zu erinnern, dass wir keinesfalls in alte Gewohnheiten fallen dürfen. Auch die Politik muss die Chance der Erneuerung nützen. Wir brauchen neue und einfachere gesetzliche Rahmenbedingungen. Um das zu erkennen wird es hoffentlich kein weiteres Virus brauchen.

Alles neu macht der Mai!

Euer
Peter Dobcak

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