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Kolumne: Nasenbohrer (Peter Dobcak)

Peter Dobcak, Fachgruppenobmann der Gastronomie, Wirtschaftskammer Wien ©Culinarius

Schockiert reagierte unsere Branche auf die sehr deutlich formulierte Ankündigung des Gesundheitsministers, die Gastronomie und Hotellerie erst um Ostern wieder öffnen zu wollen. Irgendwie hatten wir damit gerechnet, doch so brutal bis Ostern von jeglicher aktuellen Evaluierung von vorne herein ausgeschlossen zu werden, ging sogar dem Präsidenten der Wirtschaftskammer, Harald Mahrer, zu weit.

Die Gastronomie und Hotellerie war in den letzten Monaten immer seriöser Gesprächspartner der Regierung. Wir haben jederzeit alle von uns geforderten Sicherheitsauflagen korrekt erfüllt. Daher ist diese Entscheidung für uns nicht nachvollziehbar. Wenn es die Fallzahlen erlauben, ist es nur fair die Gastronomie wieder zu öffnen.

Seit Monaten präsentieren wir dem Gesundheitsministerium ein Sicherheitskonzept nach dem anderen. Digitale Lösungen, Hygienemaßnahmen und vor allem:  testen, testen testen…. doch leider sind wir bis heute auf taube Ohren gestoßen.

Testen, testen, testen, ist auch das Credo der Regierung, zumindest was Schulen, Handel oder körpernahe Dienstleistungen betrifft. Mit der Aussicht auf ein wenig Freiheit folgt die Bevölkerung dem Aufruf zum Testen auch sehr bereitwillig. Deshalb schrecken mich die steigenden Fallzahlen gar nicht, denn bei dieser gewaltigen Steigerung an Tests ist es nur logisch, dass auch die Fallzahlen steigen. Im Gegenteil, es ist an der Zeit die Verhältniszahl zu 100.000 anzupassen, denn Deutschland testet viel weniger und hat damit auch geringere Inzidenzwerte. Aber trotzdem gelten wir als die Coronasünder.

Ziel muss es sein, flächendeckend zu testen um so die Spreader zu finden, aber gleichzeitig der großen Mehrheit der Bevölkerung Sicherheit zu geben. Die gastronomischen Betriebe leisten dazu gerne einen Beitrag. Ein Kollege hat soeben sein Lokal einer nahegelegenen Apotheke als Teststrasse zur Verfügung gestellt. Sich testen zu lassen, muss so einfach und rasch gehen, wie ein Besuch in der Trafik.

Es ist nicht nachvollziehbar, dass in Schulen das Selbsttesten mit sogenannten Nasenbohrertests vom Taferlklassler bis zur Maturantin als gültig anerkannt ist, aber die gleiche Methode für die Gastronomie abgelehnt wird. Mit diesen Tests wäre auch ein spontaner Lokalbesuch auf einen schnellen Kaffee leicht möglich. Somit schließt sich die Kette vom PCR-Test vor dem Lokalbesuch bis zum Schnelltest im Lokal. Gemeinsam mit den herkömmlichen Covid19-Maßnahmen wäre ein Restaurantbesuch so sicher wie noch niemals vorher.

Die erfolgreiche Öffnung der Gastronomie hängt vor allem von der Kooperation unserer Gäste ab. Es muss uns allen klar sein, dass es in absehbarer Zeit nicht mehr so sein wird wie früher. Jeder von uns muss seinen Beitrag leisten um sich und andere zu schützen. Nur so wird es möglich sein das reichhaltige Angebot an Gastronomie, Hotellerie und vor allem Kultur wieder nahezu unbeschwert genießen zu können.

Wer sich absolut nicht testen lassen will, weder geimpft ist oder Antikörper hat, der soll bitte daheim bleiben und mit dem Finger den Nasenbohrertest machen.

Für alle anderen stehen die Türen unserer Betriebe hoffentlich bald wieder offen.

Euer
Peter Dobcak

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