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Überlebenswichtig: Brauereien fordern rasche Öffnung der Gastronomie!

©iStock

Der Lockdown bedeutet für die Gastronomie und viele Zulieferer eine existenzbedrohende Situation. Jetzt braucht es Planungssicherheit und klare Perspektiven.

Der Verband der Brauereien Österreichs fordert ein rasches Aufsperren der heimischen Gastronomiebetriebe. Verbandschef Sigi Menz betont, dass „der Gastro-Lockdown die Zulieferer und damit viele Brauereien empfindlich trifft. Rund ein Drittel des in Österreich gebrauten Bieres fließt in normalen Jahren in die Gastronomie. Dieser für die Bierbranche wesentliche Wirtschaftsfaktor ist seit dem Start der Wintersaison geschlossen. Eine zeitnahe Öffnung wäre eine wichtige Unterstützung – auch für die mehr als 315.000 Beschäftigten in der heimischen Gastronomie und Hotellerie.“ Untersuchungen der AGES im Herbst 2020 haben gezeigt, dass sich damals lediglich um die drei Prozent der Cluster einem Ansteckungsgeschehen im Zusammenhang mit Hotellerie und Gastronomie zuordnen ließen. Rund 60 % der Ansteckungen fanden im privaten Umfeld statt.

Jeder Tag zählt

„Vor allem für die klein- und mittelständischen Brauereien, die über einen sehr hohen Gastronomieanteil verfügen, ist die baldige Öffnung der Gastronomiebetriebe ´eine Überlebensfrage´“, betont Josef Sigl, Geschäftsführer und Eigentümer der Trumer Privatbrauerei. „Nach dem kontrollierten Öffnen der Geschäfte, Museen und körpernahen Dienstleister hat sich gezeigt, dass sich viel mehr Leute testen lassen. Das vorsichtige Aufsperren der Gastronomie würde die Teststrategie der Bundesregierung stärken“, so Sigl weiter.

Vorkehrungen sind getroffen

Die Gastronomie hat sehr viel in entsprechende Präventionskonzepte und Maßnahmen – Masken- und Registrierungspflicht, Abstandsregeln, Desinfektionsmöglichkeiten – investiert. Das hat sich voll und ganz bewährt, denn Beschäftigte und Kunden haben gelernt mit der Pandemie umzugehen. „Es spricht also nichts gegen eine ehestmögliche Öffnung der Gastronomie mit strenger Einhaltung aller gesundheitsrelevanten Maßnahmen“, so Menz. Dabei sei auch ein gestaffeltes Vorgehen – wie etwa derzeit in Wien mit bestimmten Öffnungstagen sowie sukzessiver Ausweitung der Sperrstunde angedacht – vorstellbar. „Der Lockdown bedeutet für die Gastronomie und viele Zulieferer eine existenzbedrohende Situation. Was wir und ganz Österreich jetzt dringend brauchen, sind sowohl gesundheitspolitische Verantwortung als auch wirtschafts- und gesellschaftspolitische Vernunft“, unterstreicht Menz abschließend.

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