12. Juli 2020
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Neueröffnung in der City: Restaurant Boxwood

Charme in the City: Boxwood, Grashofgasse 1 © Boxwood

Neben seinem „Buxbaum“ im Heiligenkreuzerhof hat Benjamin Buxbaum sein neues Abend-Restaurant „Boxwood“ eröffnet. Auch in der Grashofgasse 1 setzt Buxbaum auf die Küchenlinie von Martin Zeißl. Doch was kann die Küche hier? Ein Lokalaugenschein. 

Wie bei Parfüms könnte man Restaurants in drei Kategorien einteilen: Männer- Frauen- und Unisex. Das Boxwood ist ein „Frauenlokal“. Ein Restaurant, in dem Mann gerne mit Frau speisen geht, in dem aber auch Frauen gerne untereinander bleiben – es gibt einen mit Vorhang abgetrennten Bereich, bei unserem Besuch mit acht Frauen besetzt. Das Licht sehr gedimmt, die Einrichtung sehr Wohnzimmer, die Musik sehr soulig. Und dann ist da ja noch Benjamin Buxbaum, der ein wirklich aufmerksamer Gastgeber ist. Viele Kleinigkeiten, die ein gelungenes Ganzes erst ausmachen, sind hier stimmig umgesetzt. Die Begrüßung  übernimmt der Chef persönlich, die Platzwahl ist trotz Reservierung flexibel, der Service flink und bemüht. Die Gänge kommen gut temperiert, nicht zu schnell nicht zu langsam an den Tisch. Der Chef empfiehlt vier Gänge zu teilen (56 Euro pro Person).

Gebackende Lammkronen, Cranberry-Marlemade, Erdäpfelsalat @ Marko Locatin

Gute Grundprodukte, solide Interpretation

Der Eindruck setzt sich zunächst beim Gedeck fort. Fluffiges Sauerteigbrot, das an Öfferl erinnert. Dazu zweierlei Aufstriche, die schon exemplarisch für die Küchenlinie hier stehen. Eine Art Liptauer (sehr brav abgeschmeckt) sowie eine rahmige Variante (recht üppig). Erfrischender zwei der Vorspeisen: Gut gepfeffertes Pastrami mit Gurkenrelish und marinierter Lachs (hübsch wie Maki gedreht) plus eine Art Kräuterfischsud. Pilzraritäten auf gedämpften Artischocken überraschen mit gar spitzer Säure (14 Euro). Die Tiroler Alpengarnele ( kein Marketinggag, feinste nachhaltige Ware, Hier geht’s zur Story) wird hier in Bierteig gebacken (17 Euro). Kann man machen – muss man nicht machen. Sehr retro die Brokkolicreme-Suppe, sharing-friendly serviert in einer japanischen Teekanne (9 Euro). Nun zu den Hauptspeisen: Wolfsbarsch mit Mangosalsa, Sesam und Kichererbsen ein nettes Gericht, das sehr brav abgeschmeckt wurde. (26 Euro). Den Gebackende Lammkronen – ein Signatur-Dish hier – durch seine Zubereitungsart schon sehr üppig, wird eine süsse Canberry-Marmelade und ein Erdäpfelsalat beigestellt. Das Käsefondue (Buxbaum: „Eine Leidenschaft von mir, ich löffel alle Töpfe aus“) stellt noch ein kleine Abschlussprüfung für den Magen dar, die durch den schlau dazu servierten Himbeergeist souverän gemeistert wurde.

Die Weinkarte, schmal gehalten und auf Österreichisches spezialisiert, ist inspiriert zusammengestellt. Fein auch, dass es österreichische Top-Weine wie Heinrichs spontan vergorenen Chardonnay Leithaberg 2014 (sehr natural) oder Heribert Bayers großartigen In Signo Leonis 2015 (klasse Cuvée ) hier glasweise gibt.

Fazit: Ein Restaurant in der City, dass zum Verweilen einlädt. Die Küchenlinie ist grundsolide. Hier könnte noch nachgeschärft werden.

Restaurant Boxwood

Mi-Sa: 18.00-02.00

Tel: +43 295 88 99

Grashofgasse 1
1010 Wien

www.boxwood.at

 

 

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