08. Dezember 2019
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Food Trends 2020: Eating Art

© IStock

(Food Report, Redaktion) Seit gut 25 Jahren erforscht Hanni Rützler Gegenwart und Zukunft unserer Esskultur. In ihrem jährlichen Food Report (Herausgeber: Zukunftsinstitut) verdichtet sie die wichtigsten Neuerungen zu Trends. In einer kleinen Serie stellen wir Ihnen die wichtigsten Trends kurz vor. Teil 2: Eating Art. 

 Die Auseinandersetzung von Künstlern und Designern mit Essen dreht sich längst nicht mehr nur um Food-Styling, schöne Arrangements auf dem Teller, sinnliche Werbe-Sujets oder ästhetische Wein-Etiketten. Künstler und Designer leisten immer wichtigere Beiträge zur Gestaltung und Veränderung der Lebensmittelproduktion und Esskultur.
 Essen als Kommunikationsmittel
Dabei dient ihnen die Ästhetik als Kommunikationsmittel, mit dem sie auf Missstände aufmerksam machen. Bei aller Ernsthaftigkeit verliert die Verbindung von Food und Kunst, von Essen und Design nie die Leichtigkeit und das spielerische Element. Kunst provoziert und irritiert. Und dieses radikale Andersdenken eröffnet der Food- und Beverage-Branche neue Denkräume, um unser Ernährungssystem zu innovieren.
 Eatertainment: Speisen existieren oft nur imaginär 
Dazu kommt seit einigen Jahren, dass Künstler und Designer sich auch mit einer Kultur auseinandersetzen (müssen), die „Food“ in einen Fetisch verwandelt hat. Die Ästhetisierung von Essen wird mehr und mehr auf die Spitze getrieben: In der Werbung und vor allem in den vergangenen Jahren in der virtuellen Welt der sozialen Medien wird Essen – in Form hochverarbeiteter, technisch manipulierter Fotos – fast ausschließlich als „visuelles Medium“ verwendet, das in der physischen Welt kaum Entsprechungen findet. Speisen existieren so nur als imaginäre Köstlichkeiten, die von den meisten Zuschauern nie wirklich gekostet werden können. Sie sind visuelles „Eatertainment“, bei dem Nahrung nicht mehr als Basis für biologisches Überleben wertgeschätzt wird, sondern lediglich als „Tool“ für Unterhaltung.

Künstler nehmen Gegenposition ein

Dagegen treten heute nicht nur Künstler, sondern auch eine neue Generation von Designern an. Für sie wirft die Aus- einandersetzung mit unserer Ernährung – von der Landwirtschaft und Viehzucht über die Lebensmittelproduktion, den Handel und die Gastronomie bis zum Konsum und die Entsorgung unserer Nahrungsmittel – implizit zentrale Fragen nach der Zukunft unserer Gesellschaft auf. Zugleich bergen diese meist unangenehmen Fragen auch Ideen für potenzielle Gestaltungsmöglichkeiten dieser Zukunft.

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