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16. Juni 2019
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Kulinarische Traditionen der Karwoche

Spinat ist das beliebteste Gericht am Gründonnerstag. ©pixabay

Mit dem Palmsonntag brechen die letzten sieben Tage des Fastens an. Rund um die Karwoche ranken sich viele Traditionen und kulinarische Bräuche. Was gehört in Wien am Gründonnerstag auf den Tisch? Gibt es am Karfreitag noch etwas anderes als Brot und Wasser? Wann ist wieder Schlemmen angesagt und welche Leckerbissen warten?

Gründonnerstag

Der Gründonnerstag ist nach dem Aschermittwoch der zweite Tag der Fastenzeit, an dem besondere Gerichte an der Tagesordnung sind. Christen sehen den Tag symbolisch als Tag des letzten Abendmahls an, woher sich der Name genau ableitet, ist bis heute nicht eindeutig geklärt. Schon im 14. Jahrhundert aßen die Menschen an diesem Tag vorwiegend Grünes: Gemüse, Kräuter, Salat. Dadurch soll die Kraft des Frühlings aufgenommen werden. Sprachwissenschaftler nahmen auch lange Zeit an, das „Grün“ von Gründonnerstag leite sich vom lateinischen Wort für „Erneuern“ ab.

In Wien nimmt man es jedenfalls wörtlich und tischt hauptsächlich grünen Spinat auf. Mit seinem hohen Eisen-, Magnesium- und Zinkgehalt kann das Gemüse aber auch abseits der Karwoche verzehrt werden. Gerne auch genüsslich: Mit zerlassener Butter, glasig gedünsteten Zwiebel und gewürzt mit Pfeffer, Salz und Muskat wird er absolut gourmet-tauglich.

Karfreitag

Karfreitag, der Sterbetag Jesu, ist für viele Christen einer der höchsten Feier- und strengsten Fasttage im Jahr. Daher steht traditionell ein Stück Brot und ein Glas Wasser am Speiseplan. Brot kann auch ganz schön lecker schmecken. Man könnte die Gelegenheit beim Schopf packen und einen Brotbackkurs besuchen oder sich entsprechende Tipps bei Kruste&Krume auf Youtube holen.

Auch Fisch ist ein weitverbreiteter Gast auf Wiener Tischen. Die Zubereitung ist an diesem Tag meist sehr simpel gehalten. Mit einigen Spritzern Zitrone, Salz und Pfeffer oder ein paar Chiliflocken bleibt der ursprüngliche Geschmack erhalten und das Filet wird trotzdem zum Leckerbissen.

Karsamstag

Ganz entgegen der synonymen Bezeichnung „stiller Samstag“ ist dieser Tag eher von hektischem Treiben geprägt. Am Karsamstag bereitet man sich in Wien schon emsig auf das bevorstehende Osterfest vor.

Wer Ostereier verstecken oder sie zur Osterjause servieren möchte, sollte diese am Karsamstag gleich färben. Bemalte Ostereier entpuppen sich oft als ein Produkt von Käfighaltung. Traditionelle Osterlämmer werden ebenfalls oft am Tag vor Ostern gebacken. Sie kommen in allen Variationen vor, die klassische ist aber ein Kuchen aus Rührteig. Er kann zudem mit Rum, Amaretto oder Eierlikör verfeinert werden.

Was auf keinen Fall fehlen darf, ist der traditionelle Osterkorb, der bei einer Speisenweihe auch den christlichen Segen erhalten kann und am nächsten Morgen bei der sonntäglichen Osterjause verzehrt wird. Befüllt wird er unter anderem mit Brot, Salz und natürlich Osterschinken. In welcher Form, das bleibt dem jeweiligen Geschmack überlassen. Es gibt ihn als einfaches Stück Beinschinken oder auch in Brot eingebacken mit einem (geschälten) Osterei in der Mitte. Bei der Osterjause landet er dann tags darauf auf dem Tisch. Genussvoller könnte man das Fasten nicht brechen!

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