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19. Mai 2019
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Weltfrauentag: Powerfrauen in der Gastronomie 

© Christina Hummel: Geschäftsführerin von Café Hummel und Obfrau der Wiener Kaffeesieder

In der Gastronomie zeigen immer mehr Frauen den Männern wortwörtlich, wo der Kochlöffel hängt. Viele von ihnen haben sich den Platz an der Spitze einer Spitzen Gastronomie hart erkämpft. Gelten die gastronomischen Führungspositionen in so manchen Köpfen auch heute noch als „Männersache“.

Zwar ist die Zahl, der in der Gastronomie beschäftigten Frauen höher, als die der Männer (laut WKO sind 2019 55,6% der unselbstständigen Beschäftigten Frauen). Frauen in Spitzenpositionen von gehobenen Gastronomien sind dennoch weiterhin selten.

Ein Wort zum Weltfrauentag! Für uns der perfekte Anlass, um Klischees endgültig über Bord zu werfen und den Power Frauen der österreichischen Gastro-Szene eine Stimme zu geben. Mit Durchsetzungsvermögen, gutem Gespür und Liebe zum Detail beweisen sie tagtäglich, dass sie zurecht zur Gastronomie Elite gehören. 

Wir stellen Ihnen einige Macherinnen vor, die exklusiv mit uns über Frauenpower in der Gastronomie sprechen. 

Christina Hummel (Geschäftsführerin von Café Hummel und Obfrau der Wiener Kaffeesieder): 

„Ich werde als Unternehmerin von allen Seiten zu hundert Prozent respektiert. Das liegt natürlich auch an meinem, nennen wir es „bestimmenden“ Temperament, und daran, dass jeder weiß dass ich mich durchsetzen kann wenn ich das möchte. Ich denke zum Beispiel gerade gegenüber männlichen Geschäftspartnern, habe ich vielleicht als Frau sogar eine kleinen Vorteil. Lustigerweise haben mich, vor allem weibliche Gäste gefragt, als ich die Geschäftsführung im Café Hummel übernommen habe, ob ich jetzt auch Zahlkellnerinnen einstellen würde. Aber mir ist die Tradition rund um die Wiener Kaffeehauskultur natürlich sehr wichtig. Darum wird sich daran auch nichts ändern. Im Betrieb selbst, bei meinen männlichen Mitarbeitern, war es kein Thema. Alles unter einen Hut zu bringen wie Familie, Betrieb, Funktionen etc. bedeutet natürlich viel Arbeit, aber ich habe Menschen wie zB. meine Familie an meiner Seite, die mir einerseits Kraft geben und mich andererseits auch zeitlich freispielen können wenn es notwenig ist. Alles eine Frage des Zeitmanagements. Ich denke da sind wir Frauen einfach besser als die Männer.“

 

Gabriele Huth (Geschäftsführerin und Gründerin von 5 Spitzengastronomien: Huth Gastwirtschaft, Mama & der Bulle, Rinderwahn, Grill House da Max, Huth da Moritz): 

Gabriele Huth mit Gernot Kulis

„Mit der Frauen Frage in der Gastronomie habe ich mich eigentlich noch nie wirklich beschäftigt, da ich ja vom Leistungssport komme und schon als sehr junges Mädchen immer mit Burschen und Männern zu tun hatte, ist das für mich ganz normal. Wenn man sich in einer männerdominierten Branche durchsetzen will, hat das immer mit dem Auftreten und der Persönlichkeit eines Menschen zu tun und nicht mit dem Geschlecht. Durch ein selbstsicheres Auftreten und einer starken Persönlichkeit ist alles zu meistern. Außerdem lebe ich mit 3 Söhnen und meinem Mann unter einem Dach – sogar der Hund ist männlich. Auch das ist jeden Tag eine Herausforderung.“

 

 Zorica Djordjevic (Gründerin und Gesellschafterin Restaurant Split)

„Mittlerweile betreiben meine Töchter Natasa und Nadine neben ihrem Studium das SPLIT. Die Mädels haben sich sogar eine goldene Gabel von Falstaff erarbeitet. Wir möchten auf keinem Fall das männliche Geschlecht schlecht darstellen. Bei vielen Einstellungsgesprächen treten die männlichen Bewerber erstmal sehr positiv in Erscheinung. Nach einiger Zeit im Betrieb ändert sich die Situation oftmals, da sie sich häufig in einer höheren Position sehen und Anweisungen teilweise nicht mehr Ernst nehmen. Meine Töchter gehen damit aber sehr professionell um. Nadine reagiert dann immer lustig und gleichzeitig diplomatisch und Natasa ernst und psychologisch. Somit ergänzen sie sich perfekt – sie sind unser Power Duo im Betrieb.“  

 

Melanie Ritter und Stefan Lichtenegger © G&A Hackl Gastronomiebetriebsges.m.b.H

Melanie Ritter (Marketing & Social Management der G&A Hackl Gastro GmbH und Restaurantleiterin GO!Wien und Vienna 1ST) MMag. Vlatka Bijelac

„Frauen und Männer denken in vielen Dingen unterschiedlich und haben andere Herangehensweisen, wichtig ist das man zusammen den richtigen Weg für das Unternehmen und den Gast findet. Natürlich ist es gerade in der Gastronomie so das auch mal ein rauerer Wind weht, aber damit muss man einfach umgehen können und ab und zu muss man natürlich seine Stellung auch unterstreichen und klar stellen wer die Verantwortung trägt.“ 

 

MMag. Vlatka Bijelac (Inhaberin Beef & Glory)

Inhaberin Vlatka Bijelac © Beef & Glory

„Gastronomie ist definitiv eine harte und nach wie vor männerdominierte Branche. Die Arbeitszeiten sind undankbar und es herrscht ein dauerhafter Stress, da ist es für viele Frauen sehr schwer, Familie und Beruf zu vereinen. In sieben Wochen erwarten wir unser erstes Kind (Mädchen … die Welt braucht starke Frauen :-))  und als Workaholic hätte ich mir nie gedacht, dass ich mal sagen würde, ich bin müde. Doch dieses kleine Wunder gibt das Tempo vor und das ist auch gut so. 

Ich bin weder in der Behandlung noch gehaltstechnisch jemals schlechter gestellt worden, aber das hat sicher viel mit meiner Persönlichkeit und meinen Kompetenzen zu tun. Meine Eltern sind selbständig und als Unternehmerkind hatte ich schon sehr früh die Chance, zu erkennen, wie unterschiedliche die Führung zwischen Mann und Frau statt findet und somit konnte ich eine Kombination für mich finden. 

In meinem Unternehmen hätte ich sehr sehr gerne mehr Frauen im Team, da die Ladies eine andere Sicht auf die Arbeit haben und auch in der Führung meist einen anderen Zugang zu Problemlösungen finden. Sowohl meine Gastrokollegen als auch unsere Gäste waren und sind nach wie vor stark verblüfft, dass sich eine Frau in einem hochpreisigem Gastronomiesegment und vor allem auch noch mit einem männerlastigen Konzept nämlich Steaks selbständig macht. Meine Damen, ich kann als Frau nur ermutigen, seinen eigenen Wünschen und Zielen nachzugehen, um die Erfüllung im Leben zu finden.“

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