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19. August 2019
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Restaurant-Kritik: Fuhrmann

©Restaurant Fuhrmann

Mit einem schillernden Schatz an Erfahrungen im Rücken hat sich Sommelier Hermann Botolen mit der Eröffnung eines eigenen Restaurants einen Traum erfüllt. Fuhrmann heißt das von außen rustikal anmutende Gourmetlokal in der gleichnamigen Gasse in der Josefsstadt. Aufgekocht wird von Sascha Hoffmann, der sich zuvor im Floh in Langenlebarn einen Namen gemacht hat. Gastro-News hat gekostet, ob die Haube ebenso gut wie der Weinkorken zu Botolen passt.

Im Gegensatz zu der rustikalen Außenerscheinung wartet das Innenleben mit modernem und elegantem Chic auf. Trotz gemütlicher Möbelstücke wirkt die Beleuchtung ein wenig zu hell und lässt wenig Möglichkeit für das vollkommene, geistige Abtauchen in die kulinarische Welt. Die Weinempfehlung geht selbstverständlich und ohne viele Worte über die Bühne, auch die schöne Etikette des edlen Weins wird dem Gast nicht vorenthalten und angemessen präsentiert. Die Weinkarte ist umfangreich und vielfältig – vom nächstgelegenen Weinviertel findet man hier zwar nichts, der Gemischte Satz aus dem Burgenland hat’s aber genauso in sich, aufregend fruchtig schmeckt er nach dem Südosten Österreichs.

Außen hui, innen ebenso

Die Entenbrust wird genauso serviert, wie es sich vielleicht nicht die Ente, dafür aber der Gast umso mehr wünscht: Das Fleisch ist innen zart rosa und außen leicht knusprig, zerfällt nicht gleich, sondern hält der Gabel stand. Während dem Kauvorgang entfaltet sie ihr vollständiges würziges Aroma, das sich mit der salzigenRotweinsoße paart. Intensiv und kräftig, ohne dabei zu schwer im Magen zu liegen. Komplettiert wird das Meisterstück mit einem g’schmackigen Knödel, das mit frischen Grammeln gespickt ist– köstlich, aber in der Kombination fast etwas überfordernd. Auch das Gourmetschmankerl aus der tiefen See wird von Hoffmann mit großer Sorgfalt zubereitet. Die Haut des Wolfsbarsch ist außen knusprig angebraten, dabei aber zarter als ein Blatt Papier. Darunter findet man saftiges, blütenweißes Fischfilet. Eingebettet liegt er in Paprikasoße, die etwas zu intensiv nach Paradeiser schmeckt. Rundherum sind butterweiche Gnoccis verteilt. Der naturbelassene Brokkoli knackt schön beim Kauen.

Süßer Abgang

Die Nachspeise kommt gerollt auf dem Teller an, überzogen mit hauchzarter, knackiger Schololade. Garniert wird die Schokoladenschnitte mit Blütenblättern und Tupfen von Erdnussbutter und weißer Schokolade. Ebenfalls sehen lassen kann sich das Innenleben: luftige Mousse, Fäden-ziehender Karamell und fester Schokoladenkuchen. Fast möchte einen die Kombination mit ihrer schweren Süße betäuben, wäre da nicht noch die Kugel Orangensorbet, die sich als Dekoration getarnt, an die Schokoladenrolle anschmiegt und durch fruchtige Noten eine erfrischende Abwechslung darstellt.

Fazit

Wer sich an zuvorkommendem und freundlichem Service eines Vollblut-Gastronomen sowie fantastisch zubereiteten, aber nicht zu abstrakten Gerichten erfreuen kann, ist hier an der richtigen Adresse. Lediglich in punkto Atmosphäre könnte das Fuhrmann noch einen Schlenkerer in Richtung Gemütlichkeit machen. Die zwei Gault & Millau Hauben haben sich Botolen und Hoffmann aber durchaus verdient.

Restaurant Fuhrmann
Fuhrmannsgasse 9
1080 Wien
Tel.: 01/944 43 24
www.restaurantfuhrmann.com

 

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