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21. August 2019
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Exklusivinterview: Andreas Flatscher spricht erstmals über den Verkauf seiner Lokale

© Flatschers/Lukas Ilgner

Im großen Gastronews.wien Interview spricht Andreas Flatscher das erste Mal über den Verkauf seiner Lokale und darüber, wie seine gastronomische Zukunft aussieht.

GastroNews: Herr Flatscher, wie es scheint ist es hiermit offiziell: Sie haben beide Flatschers-Betriebe verkauft?

Flatscher: „Ja das stimmt, der Verkauf an die NEST Gmbh, die bereits im Besitz von mehreren erfolgreichen Gastronomiebetrieben ist, wurde positiv abgewickelt und somit kann ich das auch offiziell bestätigen.“

GastroNews: Die folgende Frage muss ich stellen, auch wenn ich die Antwort vermutlich schon kenne: Der Verkaufspreis bleibt ihr Geheimnis?

Flatscher: „Ja, wobei Geheimnis das falsche Wort ist. Ein Preis ist eine Sache zwischen zwei Unternehmern. Dort gehört die Sache auch hin, und nicht an die Öffentlichkeit. Ich glaube das versteht auch jeder.“

GastroNews: Sie haben damals schon Ihr erstes Szenelokal, die Wäscherei in der Josefstadt, nach 10 Jahren verkauft um sich ihren neuen Gastronomieprojekten zu widmen. Jetzt, nach acht Jahren Flatschers-Erfolgsstory, verkaufen Sie wieder. Brauchen Sie ca. alle zehn Jahre einen gastronomischen Tapetenwechsel oder weshalb der Entschluss zum Verkauf?

Flatscher: „Meine Erfahrung ist, dass ein Mensch ca. alle zehn Jahre etwas Neues machen sollte, sprich ein neues Lebensabschnittsprojekt haben sollte. Somit stellt sich auch keine Routine ein und man ist immer gefordert. Es gibt Unternehmerinnen und Unternehmer die jahrzehntelang an einer Sache festhalten und dabei glücklich sind, aber dazu gehöre ich nicht, da bin ich einfach nicht der Typ dazu. Aus Unternehmersicht freue ich mich meinen dritten Streich in der Wiener Gastronomie vorzubereiten. Ich schätze, dass ich damit Mitte 2020 an die Öffentlichkeit gehen werde.“

GastroNews: Hier müssen wir natürlich nachfragen: Können Sie uns schon etwas Näheres verraten? Eine Location oder eine Konzeptrichtung?

Flatscher (grinst): „Ja könnte ich, mach ich aber nicht. Ich sehe mich hier bisschen wie ein Regisseur. Ich habe bereits die Geschichte des Films im Kopf, suche aber noch den besten Drehort, die richtigen Akteure und arbeite am dramaturgischen Rahmen des ganzen Werks.“

GastroNews: Bleiben wir einen Moment bei der Film-Metapher. Die Wienerinnen und Wiener erwarten sich natürlich auch beim nächsten Projekt, dass dieses in der Oscar-Liga spielt. Spüren Sie einen Erfolgsdruck?

Flatscher (lacht): „Nein, ich habe genügend Zeit mich darauf vorzubereiten. Ich muss nichts vom Zaun brechen.“

GastroNews: Woher nehmen Sie Ihre Ideen bzw. wo entdecken Sie gastronomische Trends?

Flatscher: „Zum einen natürlich durch Auslandsreisen. Ich besuche immer wieder gastronomische Hot-Spots wie London, Paris, Barcelona etc. Gastro-Trends entstehen nicht in Österreich. Man muss viel sehen und sich auch intensiv mit der Gastronomie beschäftigen. Irgendwann macht es dann „klick“ und man sieht das Konzept vor seinem geistigen Auge. Ich habe zum Beispiel das Flatschers-Konzept während einer Zugfahrt von Wien nach Salzburg niedergeschrieben. Die Idee hat sich plötzlich visualisiert. Das ist wahrscheinlich wie bei einem Singer-Songwriter. Wenn die Idee zu einem Hit plötzlich da ist, muss es raus aus dem Kopf und aufs Papier. Dann braucht man noch den Glauben an die Sache selbst, eine Prise Wahnsinn und unternehmerische Risikobereitschaft. Ein halbes Jahr danach hat Flatschers Restaurant & Bar aufgesperrt.“

GastroNews: Zurück zum Verkauf Ihrer Lokale. Sie haben Ihre Betriebe immer sehr persönlich geführt, waren fast immer vor Ort. Die Lokale tragen auch Ihren Namen. Schafft man es den Verkauf rein wirtschaftlich zu betrachten, ist das quasi Business, oder schwingen doch auch die Emotionen mit?

Flatscher: „Es war schon ein intensiver und auch emotionaler Abschiedsprozess, den ich aber mittlerweile abgeschlossen habe. Ich freue mich auch besonders, dass die Übergabe extrem freundschaftlich und positiv über die Bühne gegangen ist. Außerdem stehe ich dem Unternehmen mindestens noch ein weiteres Jahr als Bindeglied zwischen Mitarbeitern und Lieferanten einerseits und dem neuen Eigentümer andererseits zur Verfügung. Darüber hinaus werden mich Gäste auch noch in den Lokalen antreffen, sprich ich bin auch noch weiterhin immer wieder für die Gäste da.“

GastroNews: Wie gehts jetzt in den nächsten Wochen/Monaten für Sie persönlich weiter? Was sind Ihre kurzfristigen Pläne?

Flatscher: „Momentan arbeite ich daran meine Beratungsfirma, die Gastrodogs, wieder zu aktivieren und unter dieser Marke meine zukünftigen Projekte zu bündeln. Ich war ja damals, nach dem Verkauf der Wäscherei, schon beratend für Gastrounternehmen tätig. Ein Bereich der mir viel Spaß gemacht hat, und nach mittlerweile 20 Jahren in der Wiener Szenegastronomie gibts auch viel zu erzählen. Ich gebe gerne meine Erfahrungen an Jungunternehmer bzw. Kolleginnen und Kollegen aus der Branche weiter.“

GastroNews: Können Sie das etwas konkretisieren? Wie sieht ihre Beraterrolle genau aus bzw. wer kann Sie kontaktieren?

Flatscher: „Ich arbeite gerne praktisch und weniger gern theoretisch. Ich bin nicht der „Exceltabellentyp“ sondern der, der mit hart erarbeiteter Branchenerfahrung, gern an der Seite von Jungunternehmern steht und diese beim Lokalaufbau und beim Positionieren von Gastrokonzepten unterstützt. Ich freue mich wenn mich junge Kolleginnen und Kollegen kontaktieren die Hilfe benötigen. Egal ob konzeptionell, einkaufstechnisch, organisatorisch etc. Ich gebe meine Erfahrungen auch immer gerne in Vorträgen oder Seminaren weiter. Das macht mir einfach Spaß.“

GastroNews: Erlauben Sie mir den Scherz: Ich könnte eventuell ein gutes Wort in der Gastronews.wien Redaktion für Sie einlegen. Vielleicht hätten wir ja Platz für eine regelmäßige Kolumne? Wär das etwas für Sie?

Flatscher (lacht): „Also ich sehe das nicht als Scherz, gute Idee, warum nicht? Ich schreibe gern und habe das früher zu Wäschereizeiten auch schon ab und zu für Medien gemacht. Ich möchte aber hier auch die Chance nutzen um mich von ganzem Herzen bei all meinen Gästen, Mitarbeitern und Geschäftspartnern für die großartige Treue und Unterstützung in den letzten Jahren zu bedanken. Es ist, wie schon angekündigt, kein Abschied für immer. Ich freue mich darauf wieder viele bekannte Gesichter in meinem nächsten Gastroprojekt begrüßen zu dürfen.“

Wir freuen uns auf weitere spannende Gastro-Projekte von Andreas Flatscher, danken für das Interview und wünschen für die Zukunft alles Gute.

 

Andreas Flatscher erreichen Sie unter:

www.gastrodogs.at

flatscher@gastrodogs.at

+43 664 1188620

 

Mag. Andreas Lindorfer ist geschäftsführender Gesellschafter der Culinarius Entwicklungs und Innovations GmbH i.G. und beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Themen rund um die Gastronomie. Culinarius unterstützt Start-ups und JungunternehmerInnen in sämtlichen gastronomischen Belangen. Egal ob Finanzierung, Marketing & PR oder Betriebsoptimierung. „Ich freue mich über Ihre Nachricht“

E-Mails an: andreas.lindorfer@culinarius.biz

 

 

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