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21. Mai 2019
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Wie viel ist zu viel?

© iStock

Von Oliver Hoffinger

Mein Name ist Oliver Hoffinger – nicht Koch mit! Oliver. Seit über 10 Jahren arbeite ich nun beim Fernsehen. Ich darf alle duzen, wenn ich will (sogar die Kronprinzessin von Thailand – eventuell an einem anderen Tag dazu mehr).

Womit will ich diesmal aller Aufmerksamkeit erhaschen?
Lesen sie die Überschrift nochmal!

Alkohol ist ein Sanitäter in der Not…
Nein, kein Lied vom Silbenverschluckenden Bochumer…(für die jüngere Generation – Herbert…).
Zwei Seiten.
Die Gebende und die Nehmende.
Als Gastronom ist es unter Umständen wichtig Umsatz zu machen, weil Umsatz relativ gut fürs Geschäft ist. Noch besser wäre es Gewinn zu machen.
Denn das Sprichwort sagt: „Geht’s dem Wirten gut, geht’s….“
Es gibt eine Insel im Attersee die heißt ‚Leitlinsel‘, das heißt: „Geht’s dem Leitl gut…“, Wurst wie Käse.

Zurück zum Thema:
Der Wirt schenkt Alkohol an erwachsene Menschen aus, wenn er umsichtig ist, gibt’s auch einen Aushang auf dem steht: „An wen er wann dies auch tatsächlich machen darf.“
Kinder, Jugendliche (unter dem gesetzlich vorgeschriebenen Alter), Hunde, Hamster, Dinos, etc…
Im Falle des „Nicht-Aushanges“ gibt es nämlich saftige Strafen dafür.

Eigentlich eine gewaltige Verantwortung für jeden Gastronom!
Ein kleines Beispiel:
Sie betreiben ein Wirtshaus. Nebenan eine Kleingartensiedlung – quasi Land. Sonntag. Der Sohn (12 Jahre) eines Stammgastes kommt um 3 Schnitzel, 1 Schweinsbraten, 1 Packung Zigaretten und 2 Flaschen Bier. Take away. Rechtlich unmöglich. Alkohol? Zigaretten? 12?
Geht nicht.
Die große Frage – Ja/Nein – was tun?

Der 12-jährige wird wohl am Weg nachhause die Packung Zigaretten nicht ausrauchen, geschweige denn 2 Flachen Bier austrinken.
Trotzdem verboten und strafbar.
Einfach übersetzt in unserem schönen Land, obliegt es jedoch der Einschätzung des Verabreichers.

Peter Dobcak und Oliver Hoffinger © Culinarius

Zum eigentlichen Thema zurück.
Ein Gast ist im Lokal. Er weiß nicht, wann Schluss mit Trinken ist. Er benimmt sich den Mitarbeitern gegenüber herablassend und/oder sexistisch – leider tägliches Brot.
Er ist bloß betrunken, komisch und manchmal nicht mehr lustig. Das Anliegen eines Wirtes wär prinzipiell Geld zu verdienen – vor allem mit Alkohol, denn damit geht noch was.
Küche kalt – heißt: kein Küchenpersonal, keine Auflagen vom Marktamt, kein Abwäscher, etc…. – sie würden nicht glauben, was mir noch so alles einfällt.
D.h. Alkohol ausschenken und sonst nix. Der absolute „pubertäre Nasstraum“ jedes rechnenden Wirtes.
Nix verdirbt, nur kühlen und los geht’s…

Real life – kein Brandweiner.
Aber den Gast ohne Grenzen gibt es immer wieder. Unangenehm. Nicht nur für seine Begleitung, sondern für alle Anwesenden. Wir reden nicht über die verunreinigten Toiletten, oder mehr….

So, die menschliche Moral kommt ins Spiel. Der Gast verlangt weitere Verabreichung des begehrten Getränkes.
„Gott sei’s gelobt“, irgendwann will dieser nachhause.

Im besten Fall per Taxi (es gibt sogar Unternehmen, die sie mitsamt dem Auto nachhause bringen). Im schlechten Fall – immer wieder – will der Gast selbst fahren.

Ich persönlich habe Kinder und will solche Leute nicht auf der Straße wissen!
Ist es die Aufgabe eines Wirtes Kindermädchen zu spielen?
Weiß eine Kuh nicht wann genug ist?
Sind wir alt genug für Alkohol?
Wieso wird ein Gastronom gezwungen für einen mündigen Wähler zu entscheiden?
Meine Mutter sagte immer: „Wer trinken kann, kann arbeiten!“
Mein Ansatz: „ Wer viel trinken kann, muss die volle Verantwortung übernehmen!“
Nicht der Betreiber eines Lokals muss das. Echt nicht.
Wir alle trinken manchmal über den Durst, aber erwachsen bleiben wäre gut!

Ja es besteht eine soziale Verantwortung einem betrunken Gast den Autoschlüssel abzunehmen, aber wer setzt sich der Auseinandersetzung aus im vollen Lokal?
Nein, das ist zu viel übertragene Verantwortung. Wir sind alle erwachsen und wahlberechtigt….
Jeder sollte für sich seine Grenzen kennen und leben!

Danke fürs Nachdenken
Oliver

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