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24. September 2018
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Winzer der Woche: Johannes Gebeshuber

Johannes Gebeshuber © Steve Haider

Geht es um beste österreichische Weißweine, mag man erstmal an Grünen Veltliner oder Riesling denken. Für eine ganz andere, seltene weiße Sorte wurde der niederösterreichische Winzer Johannes Gebeshuber nun prämiert. Sein Rotgipfler Laim 2016 (bio) wurde beim Internationalen Bioweinpreis mit 97 Punkten ausgezeichnet.

Rotgipfler Laim

In seinem Heimatort Gumpoldskirchen (Bezirk Mödling) bewirtschaftet Johannes Gebeshuber 25 Hektar Weingärten. Gebeshuber, studierter Wirtschafter, begann vor zwei Jahrzehnten als Autodidakt mit dem Weinbau. Seit dem Jahr 2006 bewirtschaftet er seine Flächen biologisch, seit 2017 arbeitet er nach Demeter-Richtlinien (biodynamisch). Sein größtes Interesse gilt den raren und typischen Sorten Gumpoldskirchens, Zierfandler und Rotgipfler. Auch Pinot Noir und die als schwierig bekannte Sorte St. Laurent zählen zu seinem Sortiment.

Mit der Gründung seines Weinguts erwarb Gebeshuber eines der prächtigsten Kellerhäuser (Baujahr 1905/06) in Gumpoldskirchen. Und mit ihm einen ganz besonderen Schatz: Weine, die einst (zurück bis 1945) der örtliche Weinbauverein kelterte (Rotgipfler und Zierfandler). Die gereiften Weine zeigen das großartige Reifepotential der Rebsorten.

Leidenschaft für Rotgipfler

Ganz besonders hat es dem 50-jährigen Winzer die Rarität Rotgipfler angetan. Seit mehr als 20 Jahren beschäftigt sich Gebeshuber leidenschaftlich mit der Sorte, für deren Namen die rötlich-bronzierten Triebspitzen verantwortlich sind. Rotgipfler ist eine Kreuzung aus Traminer und Rotem Veltliner. Sie liebt warme Südlagen, idealerweise auf kalkhaltigem Boden. Was die Sorte auszeichnet, sind etwa der hohe Extraktgehalt, eine moderate Säure und ein feines Bukett. Gemeinsam mit der Sorte Zierfandler (auch als Spätrot bekannt) bildet Rotgipfler im Verschnitt den begehrten „Gumpoldskirchner“. Schon vor über 100 Jahren kannte und schätzte man den Ort am Rande des Wienerwaldes für den Rebsaft.

Weingut Gebeshuber © Steve Haider

Seltene Sorte

Nur knapp 120 Hektar Rebfläche hat die Sorte Rotgipfler in ganz Österreich. Diese befinden sich praktisch zur Gänze in und um den rund 4000-Seelen-Ort Gumpoldskirchen in der Thermenregion. Im Vergleich dazu: Die Top-Weißweinsorten Österreichs, Grüner Veltliner und Rieslinge zählen rund 14.400 Hektar (Grüner Veltliner) bzw. rund 2.000 Hektar (Rieslinge) Anbaufläche in Österreich.

Johannes Gebeshubers Ziel: Zierfandler bzw. Rotgipfler auf jede gute Weinkarte Österreichs zu bringen. www.weingut-gebeshuber.at

Über den Internationalen Bioweinpreis:

Die Mutter aller Bioweinpreise organisierte Anfang Juli die 9. Verkostung ihrer Art. Winzer und Händler aus 28 Ländern reichten 1.086 Bioweine ein. Was diese Prämierung von anderen unterscheidet? Die Verkostungstechnik und das Bewertungsschema.

Zum Zweck einer fairen Bewertungsgrundlage entwickelte der deutsche Sensorik-Experte Martin Darting eine transparente Bewertung nach PAR (Produkt – Analyse – Ranking). Die berücksichtigt die sensorische Gesamtwirkung und differenziert biodynamische Weine von Weinen aus pilzwiderstandfähigen Rebsorten (PIWI). Pro Wein steht mehr Zeit zum Verkosten und Diskutieren als bei üblichen Prämierungen nach dem 20 oder 100 Punkte System zur Verfügung. Jeder Wein wird in Dreierteams besprochen und beurteilt.

Nur 52 Weine (4,8 % aller eingereichten Weine) wurden mit Großem Gold ausgezeichnet.

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