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24. September 2018
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(c) iStock YekoPhotoStudio

Von Peter Dobcak

Vergangenen Dienstag hatte ich die Ehre zur Falstaff Prämierung der besten Gastronomen Österreichs & Restaurant Guide 2018 eingeladen zu sein. Wie von Wolfgang Rosam und seinem Team gewohnt, eine würdige Veranstaltung.

Alte Bekannte konnten ihren ersten Platz in der Bundesländerwertung halten, einige neue interessante Kollegen kamen dazu. Geehrt wurde unter anderen die Familie Kolarik vom Schweizerhaus für ihr Lebenswerk. Peter Friese, Betreiber des Restaurants „Zum schwarzen Kameel“ in Wien, freute sich über die Auszeichnung zum Gastronom des Jahres. Gewonnen hat die Bundesländer- und Österreichwertung das Restaurant Steirereck in Wien. Eckhard Witzigmann wurde zum Gastronomie-Botschafter Österreichs ernannt.

Als Ehrengast durfte Wolfgang Rosam Frau Bundesministerin Elisabeth Köstinger als zuständige Ministerin für Tourismus begrüßen.

In Erwartung der üblichen schönen Floskeln über die Wichtigkeit der Gastronomie und des Tourismus im Allgemeinen, überraschte Frau Köstinger die anwesenden Gäste in ihrer Begrüßung mit einer für mich bisher noch nie dagewesenen Entschuldigung.

Sie entschuldigte sich im Namen der Bundesregierung für die in den letzten Jahren der Gastronomie und dem Tourismus aufgebürdeten Belastungen, die in ihren Auswirkungen nicht immer völlig durchdacht waren. Sie hat, neben der Rücknahme der Mehrwertsteuererhöhung von 10% auf 13% in der Hotellerie, weitere Entlastungen angekündigt. Dazu zählen neben anderen, die Allergenverordnung, steuerliche Erleichterungen bei Betriebsübergaben aber auch das umstrittene Rauchverbot. Auch die Schaumwein- bzw. Sektsteuer steht auf dem Prüfstand.

Persönlich freut mich das deutliche Bekenntnis zu einer der wichtigsten Branchen in Österreich. Viel zu lange mussten wir auf diese wohlverdiente Wertschätzung warten!

Diese Wertschätzung lässt in Wien noch immer auf sich warten.

Die Novelle des Wiener Wettengesetzes 2018, die derzeit in Begutachtung ist, gibt der Behörde weitere Werkzeuge in die Hand um den Gastronomen das Leben noch schwerer zu machen. Darin enthalten sind, als Beispiel eines möglichen Wettlokals, auch jene Lokale angeführt, deren Erscheinungsbild auf ein Wettlokal schließen lassen. Das sind Betriebe mit Bildschirmen zur Übertragung von Sportereignissen. Das heißt auf gut Deutsch, jeder Gastronomiebetrieb, der einen Fernseher im Lokal hat kann von der Behörde als Wettlokal eingestuft werden. Wie absurd das ist zeigt auch die logische Folge, dass dann auch der „Public Viewing“-Bereich am Rathausplatz zu einem riesigen Wettlokal würde, denn jeder Gast könnte theoretisch auf seinem privaten Smartphone Wetten abschließen.

Da nur die wenigsten dieser Betriebe eine eigene Wettlizenz besitzen, könnte die Behörde sofort die TV-Geräte beschlagnahmen und sogar das Lokal schließen. Ich bin sehr gespannt, wie die zuständige Stadträtin Sima darauf reagieren wird. Hoffentlich nicht nur mit irgendwelchen Beschwichtigungen.

Vertraut haben wir auch unserer Finanzstadträtin Brauner, die im Vorjahr nach vielen Monaten Verhandlung streng reglementierte Winterschanigärten zugelassen hat. Bestraft wurden wir dafür mit der schärfsten Erhöhung der Schanigartentarife die es je gegeben hat. Aufgrund der praxisfernen Auflagen gibt es diesen Winter nur zirka 400 Winterschanigärten. Die erhöhten Tarife gelten allerdings für alle Schanigartenbetreiber, auch im Sommer. Besonders unfair getroffen hat es die Betriebe in der Praterstraße, der Taborstraße, der Reinprechtsdorferstraße und manche andere, die durch eine Zonenverschiebung gleich das Zehnfache des ursprünglichen Tarifs zahlen müssen.

Jegliche Proteste und Ersuchen dies zu korrigieren wurden bisher ignoriert. Auch persönliche Gespräche von mir, sowie ein Brief an den Herrn Bürgermeister haben nichts genützt. Im Gegenteil, mein zugegebenermaßen forscher Hinweis, dass eine Preiserhöhung um das Zehnfache zu viel ist, wurde von der Stadträtin als Majestätsbeleidigung empfunden. Eine Evaluierung der Zoneneinteilung wird weiterhin abgelehnt. Die Stadt bringt Schritt um Schritt die Kühe um, die sie melkt. Wie auch immer, ich werde mich weiterhin für meine Kolleginnen und Kollegen in der Gastronomie einsetzen.

„Was ist das Geheimnis des Erfolgs? Auf dem Weg von einer Niederlage zur Nächsten nicht die Begeisterung zu verlieren.“ (Winston Churchill)

Euer

Peter Dobcak

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