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22. October 2018
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Motto – das Wonderland im Fünften

Es sind sehr große Schuhe, in die Tom Sampl, der vorerst gemeinsam mit seiner Familie in Schladming den „ Wintergarten“ betrieben hat, geschlüpft ist. 2003 hat Sampl neben seinem Jusstudium als Aushilfekellner im Motto zu arbeiten begonnen und war dann zwei Jahre Geschäftsführer, bevor er das Lokal 2014 von Bernd Schlacher, dem Gründer des Motto Group – Imperiums, kaufte.

2015 erfolgte nach mehrmonatiger Planungszeit in Zusammenarbeit mit Laura Karasinski und Gerd Zehetner innerhalb von vier Wochen der Umbau. Da habe man sehr behutsam mit der 40jährigen  Geschichte des Lokals gespielt und vom Design her alle 4 Dekaden eingebunden, verrät Sampl. Einige Elemente der Einrichtung seien wieder verwendet worden, das einstige Grün der Wände sei nun die Farbe der Sitzgelegenheiten, Fotos aus allen Phasen der abwechslungsreichen Lokalgeschichte vermitteln Erinnerungen. „Es soll für die Stammgäste eine Zeitreise werden, ein Lokal, wo Großeltern, die in den 70-iger Jahren hier Party gemacht haben, sich gern mit ihren Enkelkindern treffen.“  Das Motto sei ein Treff der Künstlerszene und Pop-Kultur, eine bunte Mischung von kommunikativen Menschen aus Medien, Politik und Wirtschaft, „ die sich etwas zu sagen haben“. Taucht in den Medien ein Bericht über einen besonders prominenten Besucher auf, versuchen Kritiker das Lokal in den Bereich von Promi-Schiene und Schickeria zu schieben. Zu Unrecht, wie Tom Sampl meint. „ Natürlich hat es für einige Personen eine gewisse Bühnenfunktion, aber wir sind sicher kein „Wanna be – Promi-Lokal.“

Steht beim  Motto nun eher Restaurant- oder Bar-Charakter im Vordergrund? „ Eigentlich beides“, erklärt uns der Besitzer, „wir bieten mehrmals in der Woche Barbetrieb mit live-DJs und Cocktails mit frischer Kokosnuss oder Zuckerwatte von einem österreichischen Hersteller – also einfach, gut und innovativ. In die ganz experimentelle Richtung zu gehen ist für so viele Gäste nicht möglich, obwohl es natürlich auch sehr interessant wäre. Weiters ist ein Winzerfest mit 17 Jungwinzern geplant , deren Weine dann auch weiterhin angeboten werden.

Die Küchenlinie sei ein langsam segelndes Schiff, er habe die 2 Chefköche mit übernommen, die den Speisen ihre Professionalität beisteuern, kreative Ansätze werden gemeinsam ausprobiert. Tom Sampl bemüht sich um eine gute Balance aus traditioneller Motto-Küche und Trendbewusstsein, vegetarisch/vegan koche man ohnehin schon länger, aber nicht ausschließlich. Lieblingsspeisen sind Beef tartare, Schinkenfleckerln, Fischgerichte und Marillenknödel. Das Speisenangebot wechselt monatlich, da es sehr viele Stammgäste gibt.

Als Gemeinsamkeit mit dem Motto am Fluss nennt der Hausherr das konstante Qualitätsbewusst-sein, dessen Besonderheit sei die Lage am Donaukanal, während das Motto im 5.Bezirk eher als Geheimtipp gilt.

Welche Aufgaben habe nun der Chef selbst zu erfüllen? „Eigentlich so ziemlich alle“, lacht der sympathische Gastronom, „ ich bin Grafiker, Florist und während des Umbaus sogar Bauarbeiter!“  Die Neugestaltung werde von den Gästen gut angenommen, auch der  romantische Innenhof ist gut gebucht, für das nächste Jahr sei die kreative Gestaltung eines ganz besonderen Schani-Gartens geplant.

Tom Sampl erklärt, er sei sich bewusst , dass er als Motto-Chef seine Aufgabe mit Liebe erledigen und als besonnener Gastgeber auftreten müsse, um seinem Vorbild gerecht zu werden – all das scheint ihm sehr gut zu gelingen, wie die ganz besondere Atmosphäre des Lokales unter Beweis stellt. Wir können Bernd Schlacher nur zu der Entscheidung gratulieren, denn er hat das Motto im Fünften offenbar in die besten Hände gegeben.

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