15. Dezember 2019
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Have it your way- vom Tennisplatz zum Burger King

 

Culinarius.media trifft den Geschäftsführer von BURGER KING Österreich exklusiv zum Interview.

Was unterscheidet Burger King von anderen Fast Food Marken wie z.B. MC Donalds oder KFC?

„Unser Fleisch wird auf offener Flamme gegrillt, da besteht wirklich ein großer Unterschied. Außerdem gibt es bei uns schon sehr lange die Möglichkeit, die Burger zu personalisieren zu lassen, ohne dafür etwas aufzahlen zu müssen. Es wird außerdem alles wirklich hundert Prozentig frisch zubereitet.“

Der neue Ernährungstrend geht ja eher in Richtung „Healthy Food“, ist das auch in den Einnahmen von Burger King zu erkennen?

„Ungesund kann ich definitiv abstreiten, ich habe einige Zeit in der Küche gearbeitet. Die Zutaten an sich sind alles andere als ungesund, einzig alleine die Mayonnaise und die Weißbrote sind ungesund. Wenn ich die typisch österreichische Kost hernehme, behaupte ich, dass diese wesentlich ungesünder sind. Außerdem reden wir hier von durchschnittlich 3-4 Mahlzeiten im Monat die unsere Kunden zu sich nehmen.“

Die ganz große Frage ist natürlich, was mit den übrig gebliebenen Lebensmitteln passiert? Wäre es nicht besser die Lebensmittel zu spenden anstatt sie wegzuwerfen?

„Die Qualität der Lebensmittel und der Produkte steht absolut an oberster Stelle. Maximal 10 Minuten dürfen wir einen fertigen Burger vorhalten. Wir spenden frische Lebensmittel an gemeinnützige Hilfsorganisationen, wir würden nie einen Burger spenden, denn wir unseren Gästen nicht zumuten. Es ist aber ein geringer Teil des täglichen Umsatzes, der weggeschmissen werden muss, da wir ja wirklich nur nach Kundenanforderung produzieren.“

Wir fragen Herrn Graf nach seinem beruflichen Werdegang und wollen wissen, wie sein beruflicher Alltag aussieht?

„Ich habe ursprünglich Informatik studiert. Um mir mein Studium finanzieren, habe ich Tennisstunden gegeben. Unter anderem habe ich zwei Ärzten Tennisstunden gegeben, sie hatten die Idee bei Burger King einzusteigen. So bin ich als tennisspielender Informatiker bei Burger King als geschäftsführender Teilhaber eingestiegen, die Ärzte haben nicht das operative Geschäft geführt. Ich habe in Deutschland eine seht intensive Ausbildung, auch in der Küche von Burger King absolviert. Davon profitiere ich bis heute. Später habe ich noch einen Master abgeschlossen, ich habe den bewusst auf die Gebiete abgestimmt in denen ich gearbeitet habe. Mir hat das sehr viel gebracht, zuerst die Praxiserfahrungen zu sammeln und dann zu studieren.

Sind sind Master Franchise Nehmer- was bedeutet das?

Seit einem Jahr sind wir hier in Österreich Master Franchise Nehmer, das war ein wirkliches Highlight, bis dato waren wir Franchise Nehmer wie viele andere in Österreich auch. Burger King Europe ist an uns herangetreten und hat gefragt, ob wir nicht Master Franchise Nehmer sein und außerdem ein exklusives Expansionsrecht in Österreich haben wollen. Danach standen wir über ein Jahr mit der globalen Zentrale in Miami in Verhandlung, schließlich haben wir den Vertrag, mit dem Namen MFDE, im Jänner 2015 mit der Wirkung ab dem 1. April 2015 unterschrieben. Als Master Franchise Nehmer sind wir für die komplette Verwaltung des Marktes zuständig, sind Ansprechpartner für Franchise Nehmer in allen Belangen, egal ob in operativen, qualitativen Themen , sei es Einkauf oder Marketing. Auf der anderen Seite steht das Delvelopment Degreement, hier haben wir unterschrieben, dass wir bis zum Jahr 2023 80 neue Standorte in Österreich errichten müssen. Da gibt es sogenannte Jahresziele, momentan sind wir im zweiten Jahr und noch voll im Plan. Nächste Woche eröffnen wir eine neue Filiale in Korneuburg. Bis Jahresende eröffnen wir noch zwischen 5 und 7 neue Filialen. Langsam weiten wir uns in ganz Österreich aus.

Wie sieht Ihr Arbeitsalltag aus? 
Ich decke sehr viele Bereiche ab, bis vor eineinhalb Jahren war ich eine sogenannte „One-Men-Show“, mittlerweile sind wir in der Verwaltung 11 Personen. Das ist natürlich ein wesentlicher Vorteil gegenüber von früher, ich habe zuerst alles alleine abgedeckt und kann jetzt natürlich überall ein bisschen mitreden. Ich arbeite extrem gerne und sehr viel, 80 Stunden pro Woche sind es immer, maximal einen Tag in der Woche habe ich frei. Mein Arbeitsbereich ist extrem vielfältig, ich bin für alle Mitarbeiter ein Ansprechpartner, Expansion ist momentan aber auch ein sehr großes Thema.“, erzählt uns der sympathische Kärntner.

 

Burger King ist in letzter Zeit immer wieder scharf aufgrund mangelnder Hygiene kritisiert worden. Wie können Sie Top-Qualität und Hygiene gewährleisten?

„Wir haben uns überlegt, wie das damals passiert ist, denn Ablauf und die Qualität unserer Restaurants `ISO` qualifizieren zu lassen. Wir haben dann gemeinsam mit dem TÜF- Süd ein Projekt gestartet und haben nach fast eineinhalb Jahren das Zertifikat erhalten, dass unsere Betriebe ISO zertifiziert sind, nach 9001. Für uns war das auch ein ganz wichtiges Zeichen, auch intern, dass die Abläufe stimmen.“, berichtet Graf.
Wie entwickelt sich der Burger King Zustelldienst?
Burger King lieferte zuerst mit eigenen Fahrern und nur im Radius von acht Minuten zur Filiale. Seit neuerstem aber liefern sie mit einer Drittbelieferungsfirma und in Kooperation mit der Bestellplattform „Mjam“. Es funktioniert wirklich blendend. Momentan gibt es den Lieferservice aber nur in Wien. Bis Ende des Jahres aber haben wir vor, das auf in Linz und Graz umzusetzen.“

Welche Projekte sind für Österreich noch geplant?

„Es wird noch einige Neueröffnungen dieses Jahr geben. Außerdem gibt es ein neues Restaurant in Mistelbach mit dem sogenannten „Prime Style“. Weiteres sind noch Restaurants mit dem sogenannten „Garden Grill Style“ geplant. In nächster Zeit sind auf noch sogenannte Order-Terminals geplant.“.

Eine Frage brennt uns natürlich seit Beginn des Gesprächs auf der Zunge, und zwar ob Herr Graf selber regelmäßiger Kunde bei Burger King ist?

„Ja auf jeden Fall. Mein absoluter Liebling ist der Whopper. Der ist für mich der Burger von Burger King“, schmunzelt Graf.

 

Foto Credits: Burger King, Katharina Sosulski

 

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